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Julia Bünnagel, DAG, Caroline Kryzecki
Ausstellung 21.04. - 25.06.2017


Julia Bünnagels Reflexionen über Wahrnehmungstheorien und Konstruktionen von Wirklichkeit zeigen sich in ihren Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Soundperformances. Sie bedient sich dabei von erkennbaren Strukturen aus dem urbanen Raum, der Science Fiction-Ästhetik oder kybernetischen Konzepten und übersetzt diese häufig in linear-geometrische bisweilen fragile Strukturen, abstrakte Wandzeichnungen oder rhythmisch-modulare Lichtskulpturen. Bei TYSON zeigt Julia Bünnagel eine neue Installation, betitelt mit dem Leitspruch: 'fiction forms reality'.

DAGs Bilder und Wandarbeiten entstehen aus Materialien, die aus dem Baumarkt oder Alltag bekannt sind. Bemalt oder collagiert entstehen so rasterartige Strukturen, die mit geometrischen Elementen durchsetzt sind. Die abstrakte Formensprache erhält ihre Lebendigkeit durch bewusst eingesetzte Ungenauigkeiten wie Flecken oder Fehlstellen, die den handwerklichen Prozess seiner Bilder in den Vordergrund rücken. Komposition und Materialität korrespondiert auch bei TYSON in einem collagierten Wandtableau als raumgreifende Installation.

Rasterzeichnungen sind auch ein typisches Merkmal der Werke von Caroline Kryzecki. Mit auf der Fläche diagonal versetzten und in unterschiedlichen Farben ausgeführten Linien rhythmisiert und dynamisiert sie die Bildfläche. Die auf der Fläche verschobenen Lineaturen erzielen einen für das Auge zunächst schwer zu fassenden Moiré-Effekt, der eine Illusion von Bewegung und Tiefe erzeugt. Trotz der auf einer mathematischen Berechnung beruhenden Systematik hat jedes der Bilder seine eigene Ausprägung.

Allen drei Künstlern liegt ein Interesse an einer geometrisch-abstrakten oder minimalistischen Formensprache zu Grunde. Für TYSON werden die Künstler Werke zusammentragen, die aufeinander eingehen, aber dennoch zu ganz unterschiedlicher Formensprache gelangen.

TYSON

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Sebastian Freytag: CYAN
Ausstellung 10.03. - 15.04.2017

Sebastian Freytag arbeitet in seriellen Kompositionen mit dem Einsatz von Worten, abstrahierten Strukturen und monochromen Flächen in raumfüllenden Installationen. Offsetdruck-Plakate dienen als modulare Segmente, die, in Ausschnitt und Wiederholung angelegt, eine strenge Wirkung erzielen und einfache Formen reduktionistischer Kunstströmungen wie der Minimal-Art und des All-Overs beschwören.

Die titelgebende Farbe CYAN ist eine der vier genormten Grundfarben der CMYK-Farbskala im Druckwesen, die zwischen grün und blau erscheint. In der Natur ist es oft die Farbe von Wasser, Luft, Eis, die Farbe der Ferne, die große Weiten assoziieren lässt, aber auch am kältesten empfunden wird. Dennoch möchte Freytag der Farbe keine Narration unterschieben – sie ist eine technische Druckfarbe, deren Assoziationsraum offen bleibt. Mit seiner Ausstellung CYAN schafft der Künstler eine audiovisuelle Installation, in der er zu den in Cyan plakatierten Wänden erstmalig ein soundpiece einbindet, das die Wandarbeit  zusätzlich rhythmisiert. Die zwei an minimalistische Techno-Musik erinnernden Audioschleifen im Loop sind ratternde Maschinenklänge des Produktionsverfahrens, aus dem die Plakate stammen. Die schlüssige Weiterentwicklung seiner künstlerischen Arbeitsweise, die sich der Modularität des industriellen Reproduktionsverfahren bedient und stark mit Serialität und Taktung zu tun hat, ist eine Hommage an das Druckverfahren, das Freytag zu einem zentralen Punkt seiner künstlerischen Arbeitsweise gemacht hat.

Video der Ausstellung mit sound: https://vimeo.com/213405057



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Martin Meiswinkel: DUAL
Ausstellung 28.01. - 26.02.2017

Die Ausstellung 'DUAL' von Martin Meiswinkel bietet einen konzentrierten Einblick in seine neuen fast konkreten Werke.
Arbeitete der Künstler früher mit dem Computer in einer eher resultatorientierten Arbeitsweise, spielt er nun freier mit dem Prozesshaften, mit Zufallsmomenten und dem ständigen Ausloten der Bildelemente. Die simplen Grundfragen der Malerei bleiben dabei ein ständiger Begleiter: ab wann wird aus Farbe und Leinwand ein ‚Bild' und wann ist ein Gemälde ‚vollendet'?
Wie lassen sich Bildschichten anordnen und kann das zweidimensionale Bild einen Übergang in den architektonischen Raum schaffen?
Deutlich sichtbar bleibt der Materialbezug von Meiswinkels Kompositionen. So kann eine gefundener Rahmenrücken aus Furnier zum Druckstock und somit zum Bildmotiv werden, wobei die Linientextur ihre Herkunft nicht verleugnet. Die für TYSON geschaffene vierteilige Bilderserie 'Looting Twins‘ führt zum Ausstellungstitel 'Dual', da auf den gezeigten Gemälden stets zwei Grundformen interagieren.
In allen Arbeiten ist die Orientierung an den ungegenständlich, abstrakten Strömungen der jüngeren Kunstgeschichte sichtbar. Dass Meiswinkel sich in seinem künstlerischen Verfahren des Konstruktivismus, der Konkreten Kunst oder der abstrakten Gegenwartsmalerei plündernd, 'to loot', bedient, wird durch seine Werktitel allerdings ironisch ergänzt.
Meiswinkel lässt Gegensätze bewußt stehen: statischer Formalismus versus Prozesshaftigkeit, Minimalismus versus gestische Malerei, Fläche versus Raumtiefe, Schwere versus Leichtigkeit. Er untersucht die Wechselwirkungen zwischen Struktur und Form, Gewichtungen der Elemente und ihre Überlagerungseffekte - ab wann fängt eine Struktur an zu brechen? Fragen, die sich theoretisch nicht erörtern lassen, sondern intuitiv und diskursiv gefunden werden.



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Patrick Rieve & Oliver Scheibler: SYMBOLON
Ausstellung: 25.11.2016 - 15.01.2017

Patrick Rieve und Oliver Scheibler präsentieren zum ersten Mal ihre gemeinsam gezeichneten Tuschezeichnungen, die sich als Tableaus einer diffus alptraumhaften aber verstörend lustigen Welt darstellen.

Die auf mehreren Handlungsebenen erzählten Bilder stellen oft kleine Alltagssequenzen dar, die einen phantasievollen Horror entfalten und sich ins Absurde steigern. Gezeichnete Kommentare, die mit krankem Lachen durch die Wirren des alltäglichen Lebens führen und die Lächerlichkeit des menschlichen Daseins vorführen. Während Oliver Scheibler gerne mit Tieren als alter ego arbeitet, macht Patrick Rieve in seinen Feldforschungen vor sich selbst nicht halt. Sei es mit präzisen Konturen oder durch den Einsatz von Schraffuren, mal lakonisch, mal überbordend überzogen - gemeinsam führen sie in ihren kongenialen phantasmagorischen Illustrationen durch einen psychedelischen Angst-Horror-Fantasy-Hysterie-Lachflash-Trip in eine Erlebniswelt, die bisweilen Sinn-Fragen an das eigene Leben stellen.

Entstanden sind die Duo-Zeichnungen, nachdem sich die beiden Künstler über 20 Jahre aus den Augen verloren hatten und über ihre Comic- und Zine-Aktivitäten nun wiedergefunden haben: Oliver Scheibler als Herausgeber von Unter Null, Patrick Rieve als Mitherausgeber
von Zines wie Bone Response, The Park is Mine oder seine Aktivität im Rahmen der
St. Patrick's Zine Library. 2015 gründeten sie gemeinsam mit dem befreundeten Zeichner Torben Röse das Kollektiv Yin Yang Yong unter dessen Label sie ihre eigenen Publikationen herausbringen.

TYSON Flyer Patrick Rieve und Oliver Scheibler

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Thorsten Schneider / Jürgen Krause: drafts & crafts

kuratiert von Marion Ritter
10.09. - 04.11.2016




Die Künstler Thorsten Schneider (*1976 in Düsseldorf, lebt in Köln) und Jürgen Krause
(*1971 in Tettnang, lebt in Frankfurt a.M.) eint eine Arbeitsweise, wie sie in produktiven Betrieben praktiziert wird: Handwerkliche Präzision gepaart mit serieller Produktion.
In der kontinuierlichen Wiederholung liegt für beide einerseits eine Entleerung von Bedeutung und anderseits die produktive Energie, die dem ständigen Neubeginn innewohnt. Verschiedene Perspektiven auf das eigene 'Produkt' ermöglichen dessen ständige Weiterentwicklung: Materialien bewegen sich immer wieder durch die Hände und durchlaufen so ihre Transformationsprozesse.

Die tägliche Arbeit von Jürgen Krause besteht beispielsweise darin, mit einem Skalpell kreisrunde Flächen aus einem Papierbogen zu schneiden. Sie haben den Durchmesser eines halben Zentimeters. Die Bögen können verschiedene Größen haben. Die ausgeschnittenen Kreisflächen sind derart eng gesetzt, von Linie zu Linie jeweils um ein halbes Kreisrund versetzt, dass sie wie ein Wabenmuster aussehen. Die ausgeschnittenen Kreisflächen gesammelt und bei einer bestimmten Gelegenheit wie Konfettis mit einem Helau verstreut. Der strikten Ordnung antwortet ein expansives Unordnungselement.

Auch Thorsten Schneider verbindet Idee und Form. Häufig findet man auf seinen, an die Artefakte der Minimal Art erinnernden Objekten und Anordnungen/Installationen die Materialbeschreibungen ebenso wie Bauanleitungen aufgedruckt. Idee = Realisation = Idee. So sind seine penibel produzierten „Stücke“ beispielsweise: „Ein Stück Holz, farbig lackiert, mit offenen Schnittkanten an den Stirnseiten. An der Oberseite ein aufgeschraubter Kartonstreifen. Das Ende versehen mit einem an einer Kordel hängenden Etikett. Verpackt in einer Schachtel aus Karton. Handgefertigt von Thorsten Schneider in Köln.“

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Über die Kante, in den Raum – raumtasten II
01.07.-14.08.2016---

Denise Winters Fokus liegt häufig auf der Verfremdung und Verschiebung gewohnter räumlicher und urbaner Wahrnehmungen mit eigenen Fotografien und Videos in wechselnd künstlerischen Medien.
Als permanentes Arbeitsprinzip setzt sie die Übertragung von Sinneseindrücken von einem Medium in ein anderes ein, um neue Wahrnehmungssituationen zu schaffen.

Mit ihrer Installation 'raumtasten 2' nimmt Denise Winter den bisher massivsten Eingriff in die Räumlichkeiten von Tyson vor. Der Blick vom Schaufenster in den Raum zeigt eine Art Kulissenarchitektur, der Durchgang zum Raum ist verstellt. Nur ein schmaler Gang führt hinein in eine nachgebildete Architektur, die um einige Zentimeter 'verrutscht' und nach außen gewandert ist.
Der Eindruck des 'In den Raum über die Kante'- Schauens wird über eine Projektion verstärkt, die den Raum mit Abbildungen abtastet: Ein zeitlicher und räumlicher Versatz, der das vertraute physische Erleben des Raumes neu erkunden lässt. Wände werden zu Bildträgern, Bilder zu entrückten Räumen. Das Ineinandergreifen realer Räume tritt in Dialog mit ihrer künstlerischen Repräsentation, in einer Installation der visuellen und physischen Wahrnehmung.

www.denisewinter.de


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Dina Danish & Jean-Baptiste Maitre: The Admirer and the Admired
13. April - 11. Juni 2016

ENGLISH BELOW

Angeregt durch Besuche von Museen und historischen Stätten in Europa und Ägypten haben Dina Danish und Jean-Baptiste Maitre ein künstlerisches Forschungsprojekt über das Verhältnis von Ausstellungssystemen und den präsentierten Kunstgegenständen begonnen. Im Fokus steht dabei das Spannungsverhältnis zwischen der Neutralität eines Museums-Displays und der Unschätzbarkeit der ausgestellten Objekte.
In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung 'The Admirer und The Admired' fragen Danish und Maitre: Was, wenn der Hintergrund eines Objektes nicht mehr neutral wäre und wenn der Kunstgegenstand weniger Wert hätte? Was, wenn Hintergrund und Kunstgegenstand sich wie ein 'Bewunderer zum Bewunderten' verhalten?
 
An einer Gitterwand, die die museale Präsentationsform für Tafeln antiker Inschriften nachahmt, mit einer mehrschichtigen und mehrfarbigen, ineinandergreifenden Struktur (inspiriert durch digitale 3D-Farben) hängen Kletterpflanzen. Lässt man den kreativen Einfluss weg und ersetzt ihn durch die zufällige Struktur des natürlichen Wachstums der Pflanzen, verflicht die Hierarchie von Gegenstand und Hintergrund und beeinflusst sich gegenseitig. Des weiteren werden keramische Platten, die Textfragmente von YouTube-Kommentaren verschiedener Videos zitieren, ausgestellt. Sie verlagern die Aufmerksamkeit vom ursprünglichen Video zum Zitat, genauso wie ein musealer Kunstgegenstand unsichtbar gemacht werden könnte, um auf der Wand nur noch sein Info-Schildchen zu hinterlassen.
 
Zusätzlich zu ihren gemeinsamen Arbeiten haben Danish und Maitre jeweils ein eigenes Werk platziert, das sich jeweils wiederum auf ihr gemeinsames Interesse bezieht. Ein an der Wand hängender Teppich sowie ein mehrfarbiges bemaltes Seil weisen auf den Gebrauch zufälliger und ephemerer Kompositionen. Der Teppich zeigt eine mit der Hand gegen die Faserrichtung gestrichener Spur. Das auf dem Fußboden zufällig geworfene Seil erschafft eine temporäre Farbkomposition.

XXX

April 13th - June 11, 2016

Inspired by museum and historical site visits in Europe and Egypt, Dina Danish and Jean-Baptiste Maitre started a research about displays in relation to their artefacts.
The tension between the neutrality of a museum display in relation to the pricelessness of its object came into focus. In their first duo exhibition 'The Admirer and The Admired', Danish and Maitre ask: What if the the object’s background was no longer neutral and if the artefact was of less value? What if the background and the artefact were like an 'admirer to an admired one'?

Mimicking a museum grid for displaying slabs of ancient scripts, a multi-layered and multi-colored (inspired by digital 3D colors) mesh structure displays climbing plants.
Taking away the creative hand and replacing it with the accidental composition of the natural growth of the plants, the hierarchy between the object and its background interweave and affect each other. Ceramic slabs quoting texts from the YouTube comment section of random videos are exhibited one above another. They shift the attention from the original video to the quote, in the same way a museum artefact would be made invisible to only leave on the wall its explanative label.

Additional to their collaborative works Maitre and Danish have each placed one of their personal works that relates to their common interest. A carpet hung on the wall and a multi-colored rope demonstrate the use of accidental and ephemeral compositions. The carpet shows a trace made by stroking with the hand against the grain of the carpet fibers. The rope randomly thrown on the floor creates a momentary color composition.


Mit freundlicher Unterstützung durch:/ The exhibition is kindly supported by:

Logo Kulturamt Stadt Köln...........Logo mondriaan fonds

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JULIEN VIALA: making of
19.02.-02.04.2016

"Die Räume in denen wir wohnen oder die wir besuchen – die Häuser oder Wohnungen in denen wir leben, die Fabriken oder Büros oder Universitäten in denen wir arbeiten oder studieren – codieren die Umgebung, indem sie Raum einnehmen und ihn in ein multidimensionales Areal transformieren, in dem wir leben und miteinander interagieren. Raum wird zu Form, und solche Formen erlangen eine Erinnerung, indem sie die Spuren aufnehmen, die wir und andere Objekte hinterlassen.
Die Skulpturen, Fotografien, Artefakte und raumbezogenen Installationen in Vialas
Ausstellung setzen sich mit diesen verschiedenen Ebenen der Erinnerung des Raumes auseinander und verweisen darauf, wie Raum selbst unsere Erinnerungen mit Leben erfüllt."
Aus: Aaron Bogart, 'Bridging the Gap', New York, 2013


"The spaces we inhabit or visit – the homes or apartments we live in, the factories or office buildings or schools we work or study in – encode the environment by taking space and transposing it into a multidimensional area in which we live and interact. Space is turned into form, and such forms come to have a memory by absorbing the traces that we and other objects leave behind. The sculptural pieces, photographs, artifacts, and site specific installations in Viala’s exhibition engage these different layers of memory of space, and point
to how space itself animates our memories."
From: 'Bridging the Gap', author: Aaron Bogart, New York, 2013


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Johannes Langkamp: Perspektivwechsel
28.11.2015 - 17.01.2016


In seinen Videoarbeiten untersucht Johannes Langkamp die Wahrnehmung von Wirklichkeit, nicht selten ironisierend und mit für den Betrachter überraschenden Wendungen. In meist kurzen Video-Fragmenten, erzeugt er in wenigen Bildern und mit wenigen Mitteln poetische Alltagssequenzen, kurze Sketche oder Perspektivtäuschungen. Er spielt dabei auf unbeschwerte Weise mit optischen Mitteln oder Tricks, die die eigene Wahrnehmung herausfordern und bisweilen kitzeln.
Perspektivwechsel ist eine programmatische Haltung für viele Werke von Johannes Langkamp, in der die technischen Möglichkeiten der Kameraführung und -einstellungen von digitalen Video- und Smartphonekameras ausgiebig genutzt werden und in der Filmer und Kamera manchmal die Rollen zu wechseln scheinen.
In einer für TYSON geschaffenen raumspezifischen Installation untersucht er die Reichweite des Mediums Video. Parallel hierzu wird seine neue Videoinszenierung Falling frames ausgestellt, eine einminütige Videoarbeit, die sich mit der dreidimensionalen Perspektive innerhalb des zweidimensionalem Mediums auseinandersetzt.

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Gerhard Wind- Skizzen aus dem Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds
04.09 - 31.10.2015

Skizzen von Gerhard Wind (1928 - 1992) aus den Beständen des Archivs für Künstlernachlässe dokumentieren das Schaffen des Düsseldorfer Künstlers, der zu Nachkriegszeiten inmitten einer avantgardistisch gestimmten Generation begann und sich nach ersten freien Schaffensjahren zunehmend der Gestaltung von Kunst-am-Bau Projekten widmete, von denen es bis heute zahlreiche Beispiele im Rheinland gibt.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Fülle der Archivbestände der Stiftung Kunstfonds, die 2010 den umfangreichen künstlerischen Nachlass Winds zur Pflege, Bewahrung und Sichtbarmachung für das bundesweit tätige Archiv für Künstlernachlässe erhielt. Im Archiv werden bedeutende Positionen der Gegenwartskunst konservatorisch fachgerecht gesichert und die Kunstwerke und begleitenden Archivalien digitalisiert, inventarisiert und magaziniert. Die Objekte und Dokumente werden durch Wissenschaftler erforscht, in Ausstellungen und als Dauerleihgaben an Museen und Institutionen vermittelt, in hauseigenen Ausstellungen gezeigt und je nach Vereinbarung mit dem Künstler auch über Angebote im Kunsthandel nachfolgenden Generationen zugänglich gemacht.

Fast jeder seiner größeren Arbeiten und Projekte gehen Skizzen, Zeichnungen, Schablonen oder ausgearbeitete Studien voraus, an denen Gerhard Wind seine angewandten Formen und Materialien ausformulierte. Sein Nachlass umfasst daher neben einem großen malerischen und druckgrafischen Werk viele skizzierte Entwürfe und Zeichnungen, aus denen sich sein Arbeitsstil und seine Konzepterstellung sehr gut nachvollziehen lassen.

Die Ausstellung zeigt Archivalien aus den frühen Schaffensjahren von Gerhard Wind, darunter zahlreiche Fotos, die seine frühen Werke eingehend dokumentieren. Sie werfen ein Licht auf seine permanente gestalterische Weiterentwicklung, die der Künstler in zahlreichen Skizzenbüchern bildnerisch und schriftlich in Notizen zu Bildaufbau und Konzeption skizziert.

Auch dokumentieren die Ephemera in der Ausstellung Winds Mitgliedschaft in der Gruppe 53, einer freien Künstlergruppe Düsseldorfs, in der sich junge Künstler selbst organisierten, um Ausstellungen mit eigenen Werken zeigen zu können. Die Gruppe löste sich 1958 auf, als Teile von ihr eigene ZERO Abend-Ausstellungen ausrichteten und damit eine Richtung einschlugen, deren Bedeutung für die Aktualisierung der Kunst bis heute international Bedeutung erlangte.

Gerhard Wind war bereits in der Gruppe 53 für die Gestaltung der Kataloge und der Plakate zuständig. Ihm sind die Reduzierung auf einfache, geometrische Formen, auf Grundfarben und die harte Blockschrift sowie die Sturztitel zu verdanken. Parallel zu seinem künstlerischen Werk arbeitete Wind zeitlebens als Grafiker, der zahlreiche Firmenlogos schuf. Eine Auswahl seiner Firmenlogo-Entwürfe und Schrift-Skizzen aus dem großen zeichnerischen Bestand des Archivs für Künstlernachlässe wird neben freien Zeichnungen aus verschiedenen Schaffensphasen und Skizzen zu Kunst-am Bau Projekten im zweiten Raum von TYSON gegenübergestellt.

Ein dritter Themenblock widmet sich seinen Gestaltungsskizzen beispielhaft an einem umfangreichen Kunst am Bau Projekt für die damaligen MNR Kliniken des Düsseldorfer Universitätsklinikums. In Schablonen, Skizzen und Fotos zeigt sich die konsequente Arbeitsfreude des Künstlers.

Text: Pia Gamon


Für weitere Informationen über das Archiv kontaktieren Sie bitte:

Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds
Auf der Insel 1 | 50259 Pulheim
Telefon 0 22 34. 435 14 20
Telefax 0 22 34. 435 96 77
nachlass@kunstfonds.de
www.kunstfonds.de/kuenstlernachlaesse.html

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Mit unserer ersten 'Carte blanche' an ZUSI GRAHAM initiieren wir eine Ausstellungsreihe,
in der wir andere nationale und internationale Projekt- und Off-Räume zu kuratierten Projekten
einladen.

SINGING MATERIAL
mit
Leah Beeferman
Andreas Fischer
Jule Korneffel
Alfons Knogl

Ausstellung: 26.06.- 31.07.2015


Kann Material aktiviert werden?

Aktuelle Überlegungen beschäftigen sich mit dem Übergang von Material zum Ding. Wann wird aus Material ein Ding? Und haben diese Dinge einen notwendigen Grund so zu sein, wie sie erscheinen? Oder liegt ihr Dasein in der Methodik von Formung selbst begründet? So liegt zum Beispiel in der Tradition der australischen Aborigines jeder materiellen Manifestation ein spezieller, immer gleichbleibender Gesang zu Grunde. Zur Erhaltung von Materie muss dieser stets wiederholt werden, das Land dabei auf geheimen Wegen - den Song-Lines - durchwandert werden.
Die Ausstellung stellt vier Positionen vor, die sich mit Umverwendung, Neukontextualisierung, Alltäglichkeit und Metaphysik von Material beschäftigen.

Leah Beeferman lebt und arbeitet in New York City. Ihre digitalen Collagen, Videos und Field-Recordings erschaffen unsichtbare, abstrakte Erzählstrukturen. Sie sind „Material“, kaum greifbar - suggestiv voller komplexer Aktivität ohne dabei eine spezifische Handlung oder Information anzubieten. Die Arbeiten sind beides, physisch und psychologisch. Sie existieren in einem Zwischenbereich von Realität und Vorstellung.

Andreas Fischer lebt und arbeitet in Düsseldorf. In seinen Arbeiten verwendet er einfache Materialien und gebrauchte Alltagsgegenstände. Daraus entstehen eigenwillige Skulpturen, die zwischen Maschine und Individuum oszillieren. Gesprochene Texte und Audio-Collagen verschmelzen mit der Dinglichkeit der verwendeten Materialien und Motoren. Das Verhältnis von Sprache, Takt und Melodie zur faktischen Materialität ist ein Schwerpunkt in seinen Arbeiten.

Alfons Knogl lebt und arbeitet in Köln. Er beschäftigt sich mit Skulptur und Musik als Teile der gleichen Frage. Dabei spielt die Korrelation von Material und Objekt eine wesentliche Rolle. Während die skulpturalen Arbeiten meist vordergründig minimal und konzeptuell erscheinen, und ihre Ebenen zu Material- und Formkontexten in einem geistigen Raum dahinter anbieten, gehen die musikalischen Arbeiten genau andersherum vor.

Jule Korneffel lebt und arbeitet in Köln und New York. Ihre Objekte, Malereien und Songs visualisieren den Prozess ihrer Entstehung. Alltäglichkeiten sind Anlass Kunst zu machen. Alltagsmaterialien sind in den Akt der Bildwerdung integriert. Dem Rhythmus zwischen Leben und Kunst folgend entstehen Kompositionen. Meist unbeabsichtigt.

Text: Zusi Graham

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LOUISA CLEMENT: pressure to perform
kuratiert von Maik und Dirk Löbbert

17.04. - 31.05.2015


Eröffnungsrede von Maik Löbbert zur Ausstellung von Louisa Clement bei TYSON
am 17. April 2015 (hyperlink zu soundcloud)

Raumplan der Ausstellung mit Exponaten (.pdf)


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LINDA NADJI: framed unframed
06. Februar - 03. April 2015

ENGLISH BELOW

Die aus Iran stammende und in Köln lebende Künstlerin Linda Nadji zeigt eine eigens für TYSON entwickelte Installation. In framed unframed, bleibt Linda Nadji Ihrem Leitgedanken treu, Dinge oder Räume nicht so hinzunehmen, wie sie im ersten Augenblick erscheinen, sondern die architektonische Situation zu sezieren und assoziativ in eine raumgreifende Installation umzuwandeln. Ausgehend von der besonderen Fenstersituation des Raumes, dechiffriert Nadji in einem addierendem und subtrahierenden Verfahren den Raum, indem sie auf das Gegebene eingeht, Elemente zunächst hinzufügt und wieder wegnimmt, bis die gewohnte Anordnung des Raumes ein neues Gefüge ergibt.
Mit alltäglichen Materialien wie Holzlatten, Textilien, Industriefilz und Farbe tastet sie sich an allen Winkeln, Ecken, Kanten und Flächen des Raumes entlang. Architektonische Elemente werden entkoppelt, gespiegelt oder verdreht. Textilien in ungewohnter Art und Weise angebracht, Objekte zu neuen Akzenten platziert. Nebensächlichkeiten rücken in den Focus und stellen neue Bezugsfelder her. Dadurch wird die alltägliche und oft flüchtige Wahrnehmung gesteigert und die Geschichte des Raumes mit seinen Schrammen, Flecken und Unebenheiten sichtbar und neu erfahrbar gemacht.
Es gelingt ihr durch kleinere Setzungen und Brüche einer formalistischen oder streng linearen Methode auszuweichen und die Hierarchien im Raum mit einer spielerischen Leichtigkeit aufzuweichen. Dem Betrachter ist es letztendlich überlassen, Nadjis Installation analytisch oder assoziativ zu deuten und sich auf eine Veränderung der eigenen Sichtweise einzulassen. Wer die poetische Leseweise mag, könnte eine Farbfläche auf der Wand als virtuelles Fenster nach außen lesen, mit Sicht auf ein weites Meer, darüber weht eine Gardine sachte im Wind. An anderer Stelle wird der Heizkörper zu einem Podest und ein Teppich wölbt sich aus einer kleinen Fensterreihe.

Link zum audiofile mit einer Einführung von Linda Nadji zu ihrer Ausstellung am 5.2.2015.

TYSON: Linda Nadji - framed unframed

February 6 - April 3, 2015

The artist Linda Nadjia, born in Iran and living in Cologne, has created an installation specially for TYSON. In her exhibition framed unframed, Linda Nadji follows her own usual principle not to accept things or spaces as they appear at first glance, but to dissect the architectural situation to convert it associatively into a large-scale installation. Starting from the remarcable windows of the space, Nadji deciphers the space in a process of adding and subtracting by responding to the given spatial conditions in adding elements and taking them away again until the usual arrangement of the space has a new structure. With everyday materials such as wood slats, textiles, industrial felt and color she works allong all angles, corners, edges and surfaces of the space. Architectural elements are decoupled, mirrored or rotated. Textiles are mounted in an unusual manner and objects placed to new accents. Also by focussing on trivialities she establishes new fields of reference.
Thus, the everyday and often fleeting perception is increased and the history of a space with its scratches, stains and imperfections becomes more visible and experienceable. With smaller settlements and fractions she manages to avoid a too formalistic or straight-line method and to reduce the hierarchies within the space in a playful ease. It remains up to the viewer to interpret Nadjis installation in an analytical way or through association, also if it affects the own perception. If you like the poetic way of reading, you could read a color field on the wall as a virtual window to the outside, with a wide view over the sea, a curtains blows gently in the wind. Elsewhere, the radiator becomes a pedestal and a carpet bulges out of a small row of windows.

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Angela Fette: GELD ODER LEBEN!
12.09. - 15.11.2014

Performance Video vom 24.10.2014
Angela Fette mit Phillip Schulze: ARE FRIENDS ESCEPTIC OR ENTHUSIASTICALLY ELASTIC?


Die Verteidigung der Kunst als Refugium gegenüber einer vom Nützlichkeitsdenken bestimmten Welt ist zentrales Anliegen im vielfältigen Werk von Angela Fette. Sie nutzt für diese Auseinandersetzung ein breites Spektrum unterschiedlicher Ausdrucksmittel: vom Einzelobjekt in Form eines Gemäldes bis hin zur wandfüllenden Installation, von Performance-Aktionen bis hin zu theoretischen Texten und Aphorismen. In der Tradition des Gesamtkunstwerks stehend, erschöpft sich ihr Ansatz nicht in einer romantischen Utopie. Die Methodik von Angela Fette ist subversiv und zeigt sich nicht zuletzt kritisch hinsichtlich der Verwandlung des Kunstwerks in einen Warenfetisch.
Ortsspezifische Arbeiten wie Wandmalereien in temporären Ausstellungen entziehen sich ebenso vollständig der Verfügbarkeit durch den Handel, wie ihre Aktionen. Ihre Bilder verweigern sich einer Reduktion zum gefälligen Dekor, wo ihr malerischer Duktus dem Klischee genialischer Expressivität und mechanistischer Sterilität widerspricht. Diesem Verzicht auf artistische Virtuosität und gesuchter Raffinesse entspricht Angela Fettes leicht sinnige Verweigerung weltanschaulich abgesicherten Tiefsinns zu Gunsten des Spielerischen.
Die subkutan injizierten Themen der Kunst Angela Fettes tragen archaische Züge. Ihre Aktionen spiegeln die Polarität von Ordnung und Chaos, Apoll gegen Dionysos. Die Protagonisten sind wie im antiken griechischen Schauspiel maskiert, relativieren das Individuelle im Streben nach Allgemeinheit. Die Abläufe selbst tragen rituellen Charakter.
Figuren der antiken Mythologie stiften Namen ihrer Bilder: Medusa, Pegasos, Phoenix. Gesichter, Landschaften und Sternbilder zeigen stilisierte Züge. Nicht weniger archetypisch wirken die sperrigen Referenzen zur Modernen Kunst: der Villa von Curzio Malaparte auf Capri, dem Suprematismus von Kasimir Malewitsch oder dem literarischen Werk von Ezra Pounds. Nicht zuletzt verweist Pound als Namensgeber auf die kurzlebige futuro-dadistische Künstlergruppe der Vortizisten, mit denen Angela Fette ein wesentliches Element ihrer Poetik teilt: Paradoxe Spiele mit Wort und Sinn. (Autor: Thomas W. Kuhn)

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Felicitas Rohden: GOLDEN GAZE

13.06. - 15.08.2014


Liefert das, was mit technischen und wissenschaftlichen Mitteln erforscht und durchforstet wird, die wahre Erkenntnis über das uns umgebende Universum oder haben wir letztendlich immer nur eine bildhafte Imagination oder intuitive Erkenntnis von den Dingen?
Felicitas Rohdens jahrelange Auseinandersetzung mit Astrophysik und Kosmologie entspringt einem wissenschaftlichen Interesse. Ihre skulpturalen und installativen Übersetzungen in Objekte und Skulpturen sind aber immer eine künstlerische Umsetzung.
In ihrer Ausstellung „Golden Gaze“, der goldene Blick, liefern die Werke sinnlich erfahrbare Metaphern für die Betrachtung kosmischer Phänomene und ihrem intuitivem Begreifen, beziehungsweise dem vermeintlichen Verstehen komplexer kosmischer Zusammenhänge.

Der Blick fällt zunächst auf abgegossene Latexflächen, deren kraterartige Struktur von texturiertem Fensterglas stammt. Nicht nur die schrundige Oberfläche verweist auf Planetarisches, sondern auch die zwischen den Schichten liegenden abstrakten Sternformationen. Hier experimentiert Felicitas Rohden mit den instabilen und amorphen Eigenschaften des Materials. Die Latexschichten, lose an die Wand gehängt, öffnen sich zu assoziativ illusionistischen Bildräumen.
Die zwei kleinen Räume von TYSON werden unterschiedlich und kontrastreich bespielt: Während der vordere Raum bewusst minimal gehalten wird, ist der hintere Raum abgedunkelt und atmosphärisch aufgeladen. Der angeleuchtete, kristalline und verspiegelte Obelisk ‚Frozen Skies‘ bricht in seiner Facettierung den Blick in einen multidimensionalen Raum. Nur bei genauerem Hinschauen sieht man die hinter der Spiegelfolie angebrachten fotografischen Sternbilder. Generiert wurde seine Form aus den sechseckigen Segmenten des Hauptspiegels des James Webb Space Teleskop, von dem ein Ausschnitt auf der Einladungskarte gezeigt wird.
'Golden Gaze' ist die poetische Anschauung eines Kosmos durch Rohdens Spiel mit formalen und räumlichen Spiegelungen, die die Diskrepanz zwischen ‚realem‘ und ‚illusionärem‘ Raum aufzuheben scheint und komplexe Theorien der Astrophysik hinter sich lässt.



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Kristina Berning, Maarten Van Roy: BACK
02.05. - 17.05.2014



Zwei Wirbelsäulen versinnbildlichen auf der Einladungskarte zu unserer nächsten Ausstellung BACK, die erneute Zusammenarbeit von Kristina Berning und Maarten Van Roy. Back to back, also Rücken an Rücken, werden verwandte künstlerische Strategien verfolgt und ihre ausgestellten Objekte und Skulpturen in Beziehung zueinander gesetzt.
BACK bedeutet dabei aber auch das Zurückgehen zu den innewohnenden Eigenschaften in der Auseinandersetzung mit vorgefundenem Material. Die hierzu verwendeten Fundstücke entstammen der näheren Umgebung der Künstler, dem Atelier, Baumärkten.
Je nach Charakteristik des Materials, werden durch Hinzufügung, Verformung oder Überformung fragile oder raue Gebilde geschaffen. Die Plastiken verleugnen ihren bekannten Ursprung nie, werden aber zu hermetischen und autarken Objekten. Statik und Balance sind hierbei bedeutende Momente der bildhauerischen Arbeit. Fragilität trifft auf Härte, Vergänglichkeit auf Beständiges.
Sowohl Kristina Berning als auch Maarten Van Roy verzichten auf eine ‚Handschrift' im Sinne wiederkehrender Formen oder wiederholt gleichartig eingesetzter Materialien. Im Vordergrund bleibt stets die spezifische Materialität und die Untersuchung ihrer Qualitäten. Entscheidend für die Ausstellung BACK ist die gemeinsame Auswahl und Setzung der Arbeiten, so dass sie sich sowohl aufeinander, als auch auf den Raum beziehen und sich die Grenzen der Autorenschaft auflösen.

Raumplan / exhibition floor plan (.pdf)


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Justin Andrews: Surrounded by Material and Matter
14.2. - 8.4.2014



Raumplan / exhibition floor plan (.pdf)
Text by Justin Andrews: 'Beyond Time' (.pdf)

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Alles über Alles
17.1. - 30.1.2014

Die erste Ausstellung ist eine kabinettartige Präsentation verschiedener Kunstobjekte und Ephemera, die in flanierhafter Annäherung technische, wissenschaftliche und kunstgeschichtliche Themen streift. Sie kann als willkürliche Zusammenstellung gesehen werden oder narrative Knotenpunkte hervorbringen.
"Besondere Schwierigkeiten bereitet der Ausdruck Alles über Alles in der Bedeutung, dass jede mögliche Kombination aller vorhandenen Dinge beschrieben werden soll. Aus logischen Gründen kann eine Enzyklopädie, die Alles über Alles enthält, nicht existieren, da darin beispielsweise auch alle gegenwärtigen und zukünftigen Ereignisse stehen müssten, etwa dass Sie diesen Text hier gerade lesen." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alles)

Raumplan (.pdf)

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